Sportabzeichen: Immer Montags, 18-20 Uhr;
Dabei sein ist alles Ein Dorf war wieder in Bewegung: In Veen bei der Borussia nahmen über 80 Kinder, Jugendliche in Erwachsene an der Abnahme zum Deutschen Sportabzeichen teil. Familien nutzten die Möglichkeit, sich gemeinsam zu bewegen. „Schneller, schneller!“ Anfeuerungsrufe wie diese waren auf der Platzanlage in Veen schon von weitem zu hören. Wo sonst die Fußballer gegen das runde Leder treten, wurde an diesem Tag eine Laufbahn abgesperrt und eine Hochsprunganlage aufgebaut sowie die Weitsprunggrube extra gehackt. Zudem lagen Messbänder herum und etliche Helfer rannten mit Stoppuhren hin und her. Und dies hatte seinen guten Grund: Zum fünften Mal organisierte die Borussia eine Sportabzeichen-Abnahme unter dem Motto „Ein Dorf in Bewegung“.
Sportabzeichen für „Minis“ „Ein bisschen mehr Schmackes“ wird einem jungen Kugelstoßer mit schlaksigen Armen Mut gemacht. Die meisten der über 80 Teilnehmer sind im jugendlichen Alter, zweidrittel möchten das Jugend-Sportabzeichen erlangen. Aber auch Willi Spettmann, Ehrenvorsitzender des Vereins, gehört mit seinen 74 Jahren noch zu den Aktiven, die regelmäßig dabei sind. „Offiziell startet man erst mit acht Jahren, aber wir wollen auch die Jüngsten bewegen, sich sportlich zu betätigen“, erklärte Organisator Edgar Grunert. So hat sich der Club für die unter achtjährigen Kinder ein „Mini-Sportabzeichen“ ausgedacht. Die Sprösslinge werden durch einen 800 Meter-Lauf, einen 50 Meter-Sprint, Werfen und Springen gefordert. Die Ergebnisse spielen dabei keine Rolle – dabei sein ist alles. Für Fußballer Joschka Pabel sind die Prüfungen kein Problem. Er zweifelt nicht daran, die geforderten Zeiten und Weiten zu schaffen. Für ihn ist es selbstverständlich, als direkter Anwohner an dieser Aktion teilzunehmen. „Eigentlich mache ich das schon immer“, erzählte der Zwölfjährige mit einem Lächeln. Kein Wunder, dass er so engagiert ist. Seine ganze Familie ist an diesem Tag auf dem Platz. Mutter Sabine nimmt gerade Anlauf vor der Hochsprunganlage. Die geforderten ein Meter überspringt sie, möchte aber auch die 1,05 Meter meistern. Doch Ehrgeiz allein reicht nicht. Sie landete direkt auf der Latte. Aber: Als Sabine Pabel erstmals das Abzeichen ablegen wollte, kam sie gar nicht über die Stange. „Seit ich das Ziel habe, das Sportabzeichen zu schaffen, gehe ich auch zweimal in der Woche joggen“, berichtete die dreifache Mutter. Tochter Lotta, deren Lieblingsdisziplin das Schwimmen ist, ist der Beweggrund völlig klar: „Es macht Spaß“. Stolz erzählte sie, dass sie erstmals dabei ist, weil sie im Dezember Acht werde. Zuschauer aus Kinderwagen Der eineinhalbjährige Piet schaute sich das ganze Spektakel noch aus dem Kinderwagen an – obwohl er schon indirekt ein Mal teilnahm. „Am Anfang meiner Schwangerschaft habe ich noch schnell das Sportabzeichen erledigt“, erinnert sich die 44-jährige Mama mit einem Schmunzeln.
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